Anthea Bethge

„Das ist vielleicht die Spiritualität. Zu wagen, das zu tun, was uns gesagt ist. Zu vertrauen.“

„Es gibt da etwas, was ich vielleicht nicht beim Ökumenischen Dienst gelernt habe, aber wohl beim OeD verstanden habe. Und das ist, dass wir nie alleine sind. Dass es immer jemanden gibt, der uns begleitet. Und ich rede jetzt nicht vom heiligen Geist, sondern von ganz real existierenden, anfassbaren, umarmbaren Menschen. Der OeD legt großen Wert auf Begleitung und ich habe das in meiner Praxisphase zum ersten Mal genossen, als ich in Zagreb und Rom war, und seither weiß ich immer, wer mein Begleiter oder meine Begleiterin ist.“

„Was ich anders mache als andere – und vielleicht hat das was mit Gewaltfreiheit zu tun – ist, dass ich, wie es hier üblich ist das Alter ehre, aber auch die Jugend respektiere. Dass ich, wie es üblich ist, Männer respektiere, aber auch Frauen.“

Wege zur Friedensarbeit gibt es viele. Jener von Anthea Bethge führte über ein Doktorat der Physik – und über den Ökumenischen Dienst Schalomdiakonat (OeD). Die OeD-Kurse belegte sie mit dem Ziel, später als Friedensfachkraft zu arbeiten, als „Unternehmensberaterin für den Frieden“, wie sie selbst sagt. Und: „Es fügte sich alles so wunderbar.“ Anthea Bethge versteht ihr Engagement für den Frieden als Berufung. Aus dieser Berufung hat sie ihren Beruf gemacht. Sie arbeitete von 2004 bis 2010 als Friedensfachkraft in der lutherischen Diözese Bukoba in Tansania in der Menschenrechtsarbeit. Aktuell ist sie stellvertretende Geschäftsführerin und Finanzreferentin von EIRENE (Internationaler Christlicher Friedensdienst). Die Verknüpfung von Spiritualität, Gewaltfreiheit und Alltag prägt ihre Arbeit und entspricht gleichzeitig ihrer Grundhaltung dem Leben und den Menschen gegenüber. Anthea Bethge schafft in ihrer Arbeit Räume, in denen sich Menschen begegnen können, in denen Frieden gelernt werden kann.

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