Elisabeth Lohmann

"Ohne meinen Glauben, wenn ich mich einfach nur mit der Realität da konfrontieren würde, dann hätte ich keine Hoffnung."

"Ich glaube heute aber eben, dass was mit Gewalt erkämpft wird, dass das einen sehr hohen Preis hat, dass immer wieder die Gefahr besteht, dass die, die mit allerbesten Ansichten angetreten sind um Verbesserungen für ihr Volk und Land zu erzielen, dass das in ein Gegenteil umkippt. Deswegen glaube ich, dass es wichtig ist, den gewaltfreien Weg zu wählen, der viel mühsamer und anstrengender ist und viel kleinere Schritte nötig macht."

"Eigentlich kann das Leben sehr sehr einfach sein, wenn es um das Wichtige geht."


Schalomdiakonin und Friedensfachkraft ist Elisabeth Lohmann nach der Teilnahme an den Kursen des Ökumenischen Dienstes/Schalomdiakonat. Eine auf Gewaltlosigkeit und Friedensarbeit hin orientierte innere Haltung war ihr schon zuvor eigen. Diese Haltung verknüpft sich mit einem vielseitigen Weg des Suchens, Versuchens und Fragens über politisches Engagement zu Studienzeiten hin zu ihrer heutigen Arbeit als Palliativmedizinerin. Ob in ihrem privaten Interesse und ihrer kontinuierlichen Solidarität für Menschen in Palästina und in Israel, in ihrem energiegeladenen Einsatz in der Gremienarbeit für Palliativmedizin oder in ihrer unmittelbaren Arbeit als Palliativmedizinerin: Die Überzeugung, dass Friedensarbeit in kleinen Schritten und in behutsamem und unermüdlichem Tun besteht, scheint überall durch. Sie verzahnt sich mit der Ungeduld etwas zu bewegen. Und spart dabei den kritischen Blick auf sich selbst und das eigene (Gewalt-)Potential nicht aus.

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